Das war ein geschäftiges Treiben in den Räumen der Friedrich-List-Schule. Wandzeitungen und Plakate galt es zu zeigen, Videofilme und Computeranimationen vorzuführen und ein Theaterstück zu präsentieren.
Anlässlich der Verleihung des Titels Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage haben sich die Schüler und Schülerinnen an zwei Tagen in Projekten mit den verschiedenen Facetten dieses Themas beschäftigt.Die BG 15a des beruflichen Gymnasiums setzte sich mit dem „Leben ohne Papiere“ in Deutschland und den damit verbundenen Schwierigkeiten der medizinischen Versorgung, des Schulbesuchs und der Arbeitsmöglichkeiten auseinander. Die BG 13c besuchte die Schwartauer Flüchtlingshilfe und ließen sich von Flüchtlingen dort über deren problematische Lage berichten.

Einige Klassen befassten sich mit den Problemen eines Lebens im Rollstuhl, mit der Inklusion ganz allgemein, mit dem Thema Homosexualität in der Welt oder Rassismus im Fußball. Drei Speditionsklassen hatten einen Holocaust-Überlebenden eingeladen und hörten tief beeindruckt dessen Lebensgeschichte. Eine weitere BG-Klasse entwickelte einen Audio-Guide, der zu den in Lübeck verlegten Stolpersteinen führt und Informationen zu den dort benannten jüdischen Familie vermittelt.

Andere Klassen arbeiteten Gemeinsamkeiten und Unterschiede der großen Weltreligionen heraus, beschrieben die verschiedenen Abläufe in Moscheen und Kirchen oder grenzten innerhalb des Islams Sunniten und Schiiten voneinander ab. Eine Gruppe BG-Schüler präsentierte ein selbstverfasstes Theaterstück frei nach Lessings Nathan der Weise – „Nathan reloaded“ und setzten sich so ebenfalls mit den Weltreligionen auseinander.

Viele Schüler/-innen, die selbst einen Migrationshintergrund haben, stellten mit ihren Klassenkameraden Informationen zu den Ländern zusammen, aus denen sie ursprünglich kommen. Die Klasse BW 15a interviewte jugendliche Passanten aus Lübeck zu deren Rassismuserlebnissen und berichtete darüber. Andere beschäftigten sich ganz allgemein mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die kaufmännischen Assistenten der KAI 15a führten 100 Interview in Lübecks Innenstadt zum Thema „Soziale Gerechtigkeit“ und wartete mit einer detaillierten und interessanten Auswertung auf.

Schulleiter Stephan Cosmus meinte abschließend: „Es ist sehr beeindruckend, wie vielfältig und intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit der Thematik beschäftigt haben.“

Projekttage zum Thema SOR/SMC

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