Das Patenprojekt der FLS zur Betreuung junger Flüchtlinge wird fortgesetzt. Wieder haben FLS-Schüler viel Freude bei einer Kletteraktion im Team. Anfang des Jahres trafen sich die Schüler der IV 15b sowie zehn Schüler der FLS, die eine Patenschaft für die Schüler der internationalen Vorbereitungsklasse übernehmen wollen, in der Kletterhalle „urban apes“, zum gemeinsamen Lernen am anderen Ort.

Warum? – Berechtigte Frage!

Kurz vorweg: Organisiert wurde die gemeinsame Kletteraktion von unseren Schulsozialarbeiterinnen Frau Runge und Frau Schulze, die das Patenprojekt auch betreuen.

Damit das schulische Leben gut funktioniert, die Paten und die Schüler der IV 15 b sich gegenseitig kennenlernen, gleich Verantwortung füreinander übernehmen und korrekt miteinander kommunizieren, das hatten sich die beiden Organisatorinnen auf die Fahne der Veranstaltung geschrieben. Unser Trainer, genannt „Flo“, wurde tatkräftig von Herrn Siemer unterstützt. So wurden alle Teilnehmer gleich zu Beginn darüber aufgeklärt, welche Regeln unbedingt einzuhalten waren. In meinen Ohren klangen die ersten Anweisungen wie die Worte in der ersten Stunde der IV-Schüler: Alle erhielten klare und deutliche Anweisungen, wie die Klettergurte korrekt angelegt werden mussten. Der Trainer nutzte auch viel nonverbale Sprache, d.h. es kam viel Gestik und Mimik zum Einsatz. So ging es auch schon los: Gurt korrekt angelegt, von zwei Schülern gesichert, kletterte Mohamad ruckzuck bis unter die Decke der fast 14 Meter hohen Halle.

 

Ganz schön mutig, fand ich.

Während der Anweisungen hatten wir gelernt, dass jeder so hoch klettert, wie er/sie mag. Oben angekommen, ruft der Kletternde laut und deutlich das Wörtchen „Zu!“, woraufhin die Kontrollstation auf dem Boden nach wenigen, aber sehr wichtigen Handgriffen, mit „Ist zu!“ antwortet. Daraufhin sagt der Kletternde: „Ab!“ Mit viel Gefühl werden die Gipfelstürmer so wieder sicher auf den weichen Boden der Halle „heruntergebeamt“. Während alle Schüler ihr Können unter Beweis stellen, wird mir noch einmal klar, wie einfach Kommunikation sein kann und sprachliche Barrieren durch Sicherheit und Vertrauen abgebaut werden können. Ich denke an die anfänglichen Startschwierigkeiten der IV-Klasse – den Start in einen neuen Lebensabschnitt, in eine neue Schul- und Lernphase, den Begegnungen mit Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen. Trotz der neuen Herausforderung und mit einfachsten Anweisungen und Regeln konnten alle Teilnehmer Gipfel erklimmen und hohe Ziele erreichen. Dabei fing der Tag mit einigen Missverständnissen an, nicht alles lief wie geplant. Doch die Aktion war ein voller Erfolg, für alle – mit oder ohne Migrationshintergrund.

Allen Beteiligten sei von dieser Stelle ganz herzlich für ihr Engagement gedankt. Alle Schüler waren begeistert bei der Sache und hatten viel Freude an diesem Tag.

Serpil Özdemir

 

Wir sind geklettert! FLS-Schüler im Kletterzentrum „urban apes“

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